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sunny afternoon

sonntags halb vier in deutschland

mühlen mahlen langsam, insbesondere die des pfeffer(korn)s

klicker, klicker ist der groschen jetzt gefall’n

ja?

dann werd ich weiter lall’n

fühle mich bestärkt, ob meines gefassten gedankens, dass es sich hier um die große weite welt handelt. auf der suche nach futter und den dazugehörenden annehmlichkeiten wie kaffee&co, führte mich der weg des wunsches richtung altstadt, fest der überzeugung durch die sonntäglich leer gefegten gassen schlendern zu können. Irrtum, großer irrtum. mich noch wundernd über die überdurchschnittliche anzahl an leuten bei der fußgängerampel, zeigte sich doch gleich bei der folgenden grünphase die machtlosigkeit des einzelnen. die homogene masse aus kunstleder und cellulitis absorbierte mich und trieb mich richtung epizentrum des geschehens: der johannisstraße. sprachliche barrierefreiheit ausgeschlossen: der hollandmarkt. zwischen orangen blaskappellen und buden im zeichen der fritteuse wurde verhandelt, gemampft (… ja ich hatte noch immer hunger) und horende summen für hollands käseleiber, in der größenordnung des „tell-rondos“, bezahlt.  mein stocksteifes staunen wich, denn das aufkeimende mitleid galt den sonntäglich geöffneten 1€  und 0,99€ shops, die hinter dem geschäftigen markttreiben versuchten dem finanzkräftigen mob lockenwickler in erschreckend vielen farben feil zu bieten , wobei ich nominell logische vorteile auf seiten der „neunundneunzigzähnt“ sah.

großes kino bot sich mir, jedoch fehlte ignaz pfefferkorn der platz und zeit dem spektakel zu fröhnen. mehrere fluchtversuche scheiterten, bis mich die masse in eine seitengasse spülte, durch diese zu flüchten es möglich war.  die unter den fingernägeln brennenden fragen wie?warum?wieso? erhielten ihre befriedigung nach der verbalen penetration eines passanten. das doch sehr weltliche und sperrig klingende ergebniss lautete: verkaufsoffener sonntag. nach stillung meines geistigen hungers, sprach sich mein magen für eine ebensolche aus. das menü fiel üppig aus, gemäß der deftigen kost meiner sinne: frikadellenbrötchen mit sauerkraut und majo. als „gaumenschmeichler“ bedurfte es einer vanilla coke um mein sättigungsgefühl gen spitze zu treiben.

überdrüssig ob des fehlenden platzangebotes, bei derartiger sardinenhafigkeit, verwarf ich den verzehr der flüssigen bohne (böser, böser starbucks), vernahm die mahnenden worte von olli schulz (weil die zeit sich so beeilt) und genoss, artig folgend, die letzten strahlen der frühlingssonne während ich mit meinen weg durch leere seitengassen nach hause bahnte.

 

p.s.: der kaffee wurde im anschluss getrunken

21.3.10 19:09
 


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